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Was sind Messedaten? Nutzen im B2B-Vertrieb

Messedaten erklärt: welche Angaben dazugehören, wie Vertriebsteams sie nutzen, woran Sie gute Daten erkennen und was rechtlich zu beachten ist.

Leitfaden 5 Min. Lesezeit

Messedaten sind strukturierte Angaben über die Aussteller einer Messe: Firmenname, Land und Stadt, Branche, Halle und Stand, dazu geschäftliche Kontaktdaten wie E-Mail-Adresse, Telefon und Website. Sie stammen aus dem öffentlichen Ausstellerverzeichnis des Veranstalters und von den Websites der Unternehmen. Für den Vertrieb zählt vor allem eines: Jeder Aussteller ist nachweislich im Markt aktiv.

Wer einen Stand bucht, investiert in seine Branche. Eine Ausstellerliste ist deshalb mehr als ein Adressbestand: Sie zeigt, wer in einem Markt zu einem bestimmten Zeitpunkt sichtbar auftritt. Dieser Artikel erklärt, woraus Messedaten bestehen, wie Vertriebsteams sie nutzen und woran Sie gute Daten erkennen.

Welche Angaben gehören zu Messedaten?

Ausstellerliste
Die Unternehmen mit Stand auf einer bestimmten Ausgabe der Messe, mit Land und Stadt.
Messekontext
Messe, Jahr, Branche, Halle und Stand. Er liefert den Anlass für ein Gespräch.
Kontaktdaten
Geschäftliche E-Mail-Adresse, Telefon und Website des Unternehmens, im besten Fall vor dem Versand geprüft.
Quelle
Der Katalog oder die Website, aus der ein Datensatz stammt. Ohne Quelle lässt sich weder Aktualität noch Herkunft prüfen.
EbeneNutzen im Vertrieb
AusstellerlisteMarktübersicht: wer aktiv ist und wo
MessekontextZeitpunkt und Gesprächsanlass, etwa dieselbe Messe oder Branche
KontaktdatenDer Kanal für die Kontaktaufnahme, sofern geprüft und rechtlich zulässig nutzbar

Erst zusammen ergeben die Ebenen ein brauchbares Bild. Eine Liste ohne Kontaktdaten ist eine Landkarte; eine Adresssammlung ohne Messekontext ist ein gewöhnlicher Adressbestand. Manche Anbieter ergänzen namentliche Ansprechpartner. Expomatik arbeitet mit der allgemeinen geschäftlichen Adresse jedes Unternehmens, und Kampagnen gehen an diese Adresse.

Wie nutzen Vertriebsteams Messedaten?

  • Zielmarkt prüfen: Wie viele mögliche Abnehmer stellen auf der wichtigsten Messe Ihres Zielmarkts aus? Die Zahl ist ein greifbarer Hinweis auf die Größe des Marktes.
  • Prioritäten setzen: Ein Unternehmen, das mehrere Jahre in Folge ausstellt, ist meist fester im Markt verankert als ein einmaliger Aussteller.
  • Zeitpunkt planen: Der Messetermin ist ein natürlicher Anlass. Gespräche am Stand werden Wochen vorher vereinbart; wie das rechtlich sauber gelingt, beschreibt unser Artikel Terminanfrage vor der Messe.
  • Messen auswerten, die Sie nicht besuchen: Kein Budget reicht für jede Messe. Die Ausstellerliste zeigt auch dort die aktiven Unternehmen.

Woran erkennen Sie gute Messedaten?

KriteriumWoran Sie es erkennen
QuelleFür jeden Datensatz ist angegeben, aus welchem Katalog oder von welcher Website er stammt
AktualitätDie Daten sind einer bestimmten Ausgabe der Messe zugeordnet und datiert
PrüfungE-Mail-Adressen werden vor dem Versand auf Zustellbarkeit geprüft
RechtskonformitätAbmeldung, Sperrliste und Absenderangaben sind vorgesehen; die Herkunft ist dokumentiert

Daten, die eines dieser Kriterien nicht erfüllen, sind auch zu einem niedrigen Preis teuer: Ungeprüfte Adressen erzeugen Bounces, und eine hohe Bounce-Rate schadet dem Ruf Ihrer Absenderadresse.

Was dürfen Sie mit Messedaten tun?

Marktanalyse, Besuchsplanung und Recherche sind unproblematisch. Bei der Kontaktaufnahme kommt es auf den Kanal und das Land des Empfängers an. In Deutschland ist E-Mail-Werbung nach § 7 UWG in der Regel nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung zulässig, und zwar auch gegenüber Unternehmen. Eine im Ausstellerverzeichnis veröffentlichte Adresse ist keine Einwilligung.

Zulässige Wege im Überblick

Bestandskunden im Rahmen von § 7 Abs. 3 UWG, Kontakte mit dokumentierter Einwilligung, Briefwerbung, Telefon im B2B-Bereich bei mindestens mutmaßlicher Einwilligung sowie die Terminfunktionen des Veranstalters. Einzelheiten erläutert der Artikel E-Mails an Messeaussteller: Was ist rechtlich erlaubt?

Wo finden Sie Messedaten?

Die Grundlage ist das Ausstellerverzeichnis des Veranstalters; welche Wege es darüber hinaus gibt, vergleicht der Artikel Ausstellerliste einer Messe finden. Auf der Seite Ausstellerlisten von Messen sehen Sie, für welche Messen bei Expomatik bereits eine Liste vorliegt; die Liste öffnen Sie in Ihrem Bereich, und den Preis sehen Sie vorher.

Häufige Fragen

Sind Messedaten personenbezogene Daten?
Firmenname, Land, Branche und Standnummer betreffen das Unternehmen und sind in der Regel keine personenbezogenen Daten. Sobald eine Angabe eine Person erkennen lässt, etwa eine Adresse mit Vor- und Nachnamen, gilt zusätzlich die DSGVO.
Wie aktuell sind Messedaten?
So aktuell wie die Ausgabe der Messe, aus der sie stammen. Ausstellerlisten ändern sich von Jahr zu Jahr; seriöse Daten sind deshalb einer bestimmten Ausgabe zugeordnet und werden vor dem Versand geprüft.
Darf ich Messedaten für E-Mail-Werbung nutzen?
In Deutschland nur eingeschränkt. Werbung per E-Mail braucht nach § 7 UWG auch gegenüber Unternehmen in der Regel eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Für Empfänger in anderen Ländern gilt grundsätzlich deren Recht. Recherche, Besuchsplanung und Marktanalyse sind davon nicht berührt.

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